Ziele & Aufgaben

Die Landesinitiative Ernährungswirtschaft hat das Ziel, den Wirtschafts- und Innovationsstandort Niedersachsen im Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft nachhaltig zu sichern und zu stärken. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, kooperieren im NieKE-Netzwerk Akteure aus den Bereichen Produktion, Vermarktung und Vertrieb, Wissenschaft, Bildung, Finanzen sowie der öffentlichen Verwaltung.

Die folgenden Aufgabenfelder werden dabei bearbeitet:

Ziel ist die Vernetzung von Partnern aus Wirtschaft, Forschung, Politik, Gewerkschaften und anderen relevanten Bereichen um das Netzwerk zu einem technologie- und branchenübergreifenden Kompetenznetz mit hoher Markt- und Anwendungsorientierung auszubauen. Dabei richtet sich die Landesinitiative Ernährungswirtschaft primär an den Interessen und Bedürfnissen der Wirtschaftsunternehmen aus.

Die Festlegung der zu bearbeitenden Themenfelder erfolgt gemeinsam mit den Netzwerkpartnern (z.B. im Rahmen der Gremienarbeit). Zukünftig gilt es, verstärkt das Agribusiness in den südlichen und östlichen Landesteilen Niedersachsens in das Netzwerk zu integrieren. Zudem soll die Vernetzung mit branchenfremden Netzwerken sowohl in Niedersachsen als auch in Deutschland weiter ausgebaut werden.

Die Arbeit der Landesinitiative  Ernährungswirtschaft zielt auf die Initiierung von Kooperationen und Innovationsprojekten mit dem Fokus auf anwendungsnahe Vorhaben sowie auf die Unterstützung der Branche im Wettbewerb ab. Die Unterstützung von niedersächsischen Unternehmen der Ernährungswirtschaft bei der Planung und Durchführung von Innovationsvorhaben stellt einen wesentlichen Baustein im Aufgabenportfolio dar.
Vor diesem Hintergrund ist der Transfer von Wissen und Technologie in die Unternehmen der Ernährungswirtschaft von wesentlicher Bedeutung. Daher wurde Anfang 2014 ein Technologietransferzentrum am Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL) in Quakenbrück neu eingerichtet. Die Unterstützung der Unternehmen reicht von der anfänglichen Idee bis hin zur ersten technischen Anwendung innerhalb der Produktion.

 

Schwerpunkte bei der Umsetzung sind z.B. folgende Bereiche:
Entwicklung von verfahrenstechnischen Innovationen für die Lebensmittelproduktion, insbesondere im Hinblick auf die Etablierung ressourcenschonender und -effizienter Verfahren

Einbindung grenzüberschreitender Initiativen und internationaler Netzwerke in die Arbeit der Landesinitiative, z.B. im Rahmen des vom Europäischen Institut für Technologie und Innovation (EIT) der EU bewilligten Konsortiums FoodConnect zur Einrichtung einer sog. Wissens- und Innovations-Gemeinschaft (engl. knowledge and innovation community, kurz Food KIC, Ansprechpartner Clemens Hollah), der Europäischen Innovationspartnerschaften (EIP) oder des niedersächsischen Vorab-Programms "Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung"

Hierunter fallen die folgenden Teilaufgaben:

• Beratung und Information zu Berufen, Studienmöglichkeiten sowie zu Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Ernährungswirtschaft im Rahmen von regionalen und überregionalen Messeauftritten wie z.B. auf der EuroTier, der IdeenExpo und dem FOOD FUTURE DAY

• Testlabs und Fachseminare für Unternehmen zum Umgang mit neuen Technologien und zur Entwicklung neuer Prozesse bzw. Produkte

• Bereitstellung aktueller Informationen zu den Themen „Beruf und Bildung“ über die interaktiven Datenbanken der NieKE-Website

• Im Rahmen des Projektes "Kurs Zukunft": Förderung der Transparenz der Branche, Nachwuchssicherung für die Unternehmen und langfristig angelegte Lernpartnerschaften zwischen Unternehmen der Agrar- und Ernährungsbranche und benachbarten Schulen

 

Zentral ist die Einrichtung eines Innovationsteams „Fachkräftesicherung“. Ziel dieses Teams ist die handlungsorientierte Bearbeitung des Problemfeldes Fachkräftemangel. Dabei werden sowohl Möglichkeiten zur Steigerung der Attraktivität der Ausbildungsberufe als auch Bedarfe und Anforderungen hinsichtlich Ausbildungs-, Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildungsmaßnahmen thematisiert.

Aufgrund sich ändernder Verbraucheransprüche, technologischer Fortschritte und neuer innovativer Technologien (z.B. weiße Biotechnologie) sind verstärkte Anstrengungen im Bereich der Weiterbildung gefordert. Ziel der Landesinitiative Ernährungswirtschaft ist es deshalb, unterstützend bei der Entwicklung und Vermittlung neuer Qualifizierungsangebote mitzuwirken.

Ein wichtiges Aufgabengebiet der Landesinitiative Ernährungswirtschaft stellt die Öffentlichkeitsarbeit dar. Gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dient dazu, die Netzwerkpartner und die Öffentlichkeit zu informieren und trägt zudem dazu bei, Kooperationen zu initiieren und zu verstetigen, technologische Vorsprünge zu sichern und einen positiven Beitrag zum Image der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu leisten.

Im Zentrum der Berichterstattung stehen dabei aktuelle und praxisnahe Informationen zu neuen Entwicklungen und Trends in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Erkenntnisgewinne aus Wissenschaft und Forschung, die mittelbar oder unmittelbar Auswirkungen auf die Branche haben. Neben Internetauftritt, Journal und gezielten Mailings sind auch die zuvor genannten Messeauftritte Instrumente zur Bearbeitung dieses Aufgabengebietes.

Hierunter fällt z.B. die Unterstützung der Ministerien bei Ausgründungen und Ansiedlungen von Unternehmen sowie bei der Organisation von Delegationsreisen. Auch die Bearbeitung fachspezifischer Fragestellungen fällt in diesen Aufgabenbereich. Zudem organisierte das NieKE 2014 die erste Branchenkonferenz Ernährungsindustrie Norddeutschland.