Forschung und Entwicklung

Mit ihren Aktivitäten will die Landesinitiative Ernährungswirtschaft Unternehmen dabei unterstützen, Chancen im Bereich Forschung und Entwicklung zu erkennen, wahrzunehmen und die Ergebnisse effizient in marktwirksame Innovationen umzusetzen.
 
Diese Unterstützung kann durch verstärkte Kooperationen mit relevanten (Netzwerk-)Partnern erreicht werden. Die Landesinitiative verfügt mit dem NieKE über eine Organisationsstruktur, die dazu geeignet ist, eine Vielzahl unterschiedlicher Akteure mit jeweils spezifischen Fachkompetenzen zu vernetzen. Letzteres sowie die fachliche Expertise ermöglichen es, Innovationsprozesse mit zu initiieren, durchzuführen und fachlich zu begleiten. Bereits in der Vergangenheit konnten viele Unternehmen erfolgreich bei Innovationsprojekten unterstützt werden.

Im Bereich der Agrarforschung bestehen ausgezeichnete Kontakte im Rahmen der Mitgliedschaft des Instituts für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) in der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA). Im dortigen Fachforum Nutztiere wirken ausgewählte niedersächsische Wissenschaftler als Clustersprecher mit, von denen einige auch im NieKE-Netzwerk aktiv sind. ISPA-Direktorin Professorin Christine Tamásy kann als Clustersprecherin für den Ländlichen Raum und als Wissenschaftliche Leiterin der Landesinitiative im Sinne des FAEN „aus der Region für die Region“ agieren und zusammen mit den niedersächsischen Kollegen wertvolle Impulse in das Fachforum Nutztiere einbringen.

Speziell wenn es um aktuell stark in der Diskussion stehende Fragen im Bereich der Nutztierhaltung und den daraus resultierenden Belastungen in agrarischen Intensivgebieten wie z.B. dem Oldenburger Münsterland geht, können aus dieser Mitgliedschaft in der DAFA auch Synergieeffekte für die niedersächsische Agrar- und Ernährungswirtschaft generiert werden. Hierbei setzt die Landesinitiative auf eine verstärkte Kooperation mit dem Agrar- und Ernährungsforum Oldenburg Münsterland e.V. (aef), da sich gerade die regionalen Akteure intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzen. Die gemeinsam bearbeitbaren Themen reichen dabei von der Akzeptanz der Nutztierhaltung über Aspekte der Haltung von Nutztieren (z.B. Tierschutz, Tierwohl und Tiergesundheit) bis hin zu Fragen zum Stoffstrom- und Nährstoffmanagement und zur Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Erzeugung tierischer Nahrungsmittel.

Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) bringt als Partner der Bietergemeinschaft weitreichende Erfahrungen aus regionalen, nationalen und internationalen Projekten ein. Das DIL übernimmt in der Landesinitiative die Rolle des Technologietransferzentrums. In den letzten Jahren ist die Bedeutung von anwendungsreifen F&E -Lösungen für die Lebensmittelbranche extrem gewachsen. In zahlreichen Technologieberatungen und zahlreichen Workshops erhalten Teilnehmer die Möglichkeit, sich über neue Verfahren sowie über analytische Möglichkeiten und Qualitätsmanagement-Lösungen für das eigene Unternehmen zu informieren und auszutauschen.


Das Institut koordiniert und beteiligt sich an diversen europäisch finanzierten Projekten (wie z.B. Food Future, Food2Market und High Tech Europe). Im Zuge der deutschsprachigen Beteiligung an einer Knowledge & Innovation Community (KIC) ist Dr. Volker Heinz (DIL-Direktor und Wissenschaftlicher Leiter der Landesinitiative) in den geschäftsführenden Vorstand von Food DACH e.V. gewählt worden.

In dieser Rolle vertritt er die Interessen Niedersachsen bei der Etablierung eines europäischen Projektes, dass auf eine Förderung über eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren angelegt ist. Durch die intensive Einbindung des DIL in die Netzwerkaktivitäten auf unterschiedlichsten Ebenen kann die Landesinitiative die niedersächsische Agrar- und Ernährungswirtschaft nicht nur auf Bundesebene, sondern auch international noch stärker positionieren, um so erfolgreiche Partnerschaften zu entwickeln und Projektmittel zu generieren.